Die kulturellen Schätze Kölns

Die kulturellen Schätze der Stadt Köln

In der Stadt Köln wird Geschichte geschrieben und das nicht nur von Politikern. Die Kultur der Stadt Köln ist so vielfältig wie ihre Bewohner. So wundert es auch nicht, dass Gerhard Richter eine enge Verbindung zum Kölner Dom hat oder dass Konrad Adenauer für Willy Millowitsch wegweisend war! Diese enge Vernetzung trägt dazu bei, dass die Kultur -landschaft in Köln so lebendig, vielfältig und immer wieder überraschend ist.

Gerhard Richter macht die Stadt Köln noch bunter

Wie schön ist es, wenn ein Künstler nicht nur Lob und Anerkennung für seine Werke erntet, sondern auch Geld mit seiner Kunst verdient. Ein Traum, der sich leider für viele Künstler in der Stadt Köln nicht erfüllt. Einer, der auf dem Kunstmarkt eine feste Größe ist, ist der Kölner Ehrenbürger Gerhard Richter. Seine Werke zählen aktuell ebenfalls zu den teuersten eines noch lebenden Künstlers.

Er wuchs während des 2. Weltkriegs auf und erlebte wie viele andere zu dieser Zeit schlimme Ereignisse und viele Verluste. Da er noch zu jung war, um im letzten Kriegsjahr eingezogen zu werden, blieb ihm ein Schicksal in der Wehrmacht erspart. Seine ersten Jahre als Künstler verbrachte er in der DDR, ehe er 1961 mit seiner Frau nach Westdeutschland floh. Seit 1983 lebt und arbeitet er in der Stadt Köln und fand hier seine zweite Heimat.

Seine Werke orientieren sich unter anderem an den Pop Art- und Expressionismus-Epochen. Besonders bekannt ist das 113 m2 große Südquerhausfenster des Kölner Doms, das von Richter entworfen und 2007 eingeweiht wurde.

Kölner Dom – zwischen Weltkulturerbe und Sage

Der Kölner Dom ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt Köln und ein beliebtes Ziel für nationale und internationale Besucher. Hier befindet sich auch der Dreikönigenschrein, der unter anderem die Gebeine der Heiligen Drei Könige enthalten soll. Diese Reliquien zogen so große Pilgerströme an, dass sich die Kölner zu einem Neubau im Stil der französischen Gotik entschlossen.

Den Grundstein hierzu legte Erzbischof Konrad von Hochstaden im Jahre 1248. Aufgrund von Bauunterbrechungen aus finanziellen und politischen Gründen wurde der Bau im Jahre 1842 wieder aufgenommen. Hierfür war der preußische König Friedrich Wilhelm IV. mitverantwortlich. Der Bau des Kölner Doms war somit im Jahr 1880 vollendet.

Auch wenn die Kathedrale in der Stadt Köln während des Zweiten Weltkrieges meistgehend unversehrt blieb, mussten viele Schäden repariert werden. Heute ist der Kölner Dom die zweithöchste Kirche Deutschlands. Seit 1996 zählt sie zu einem der größten Meisterwerke gotischer Architektur Europas und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Der Kölner Dom ist eine bekannte Touristenattraktion in der Stadt Köln, ein beliebtes Fotomotiv und immer einen Besuch wert. Nicht nur die Architektur, die Malereien und die Domschatzkammer sind beeindruckend, sondern auch die Gottesdienste sind für viele Besucher ein besonderes Erlebnis. Viele weitere Details zum Kölner Dom lesen Sie auch hier.

Kölner Dom – zwischen Weltkulturerbe und Sage

Der Kölner Dom – liegt auf der Kathedrale ein Fluch?

Viele schmunzeln über die Endlosbaustelle am Kölner Dom – ein Meisterwerk, welches selten unverhüllt zu sehen ist. Ist es vermutlich doch wahr, dass ein Fluch auf dieser schönen Kathedrale liegt? Wenn man der Domsage Glauben schenkt, ist das gar nicht so unwahrscheinlich.

Laut der Überlieferung wettete der Teufel, der einen Kanal von Trier in die Stadt Köln legen wollte, mit dem damaligen Bauherrn darüber, wer zuerst sein Bauvorhaben fertigstellen werde. Der Verlierer musste daraufhin seinen Weiterbau sofort stoppen. Es lässt sich erahnen, wer die Wette am Ende verloren haben soll. Hier finden Sie die ganze Geschichte. In puncto Sage kennt sich auch das im folgende vorgestellte Kölner Original sehr gut aus.

Ernst Weyden und die Heinzelmännchensage

Ernst Weyden zählt zu den bekanntesten Schriftstellern der Stadt Köln. Geboren am 18. Mai 1805 in Köln, war er als Lehrer an der Höheren Bürgerschule tätig und ist, was viele nicht wissen, der erste, der die Heinzelmännchensage nach überlieferten Erzählungen niederschrieb. Noch heute kennt in der Stadt Köln fast jedes Kind das kleine Volk der Heinzelmännchen, das heimlich in der Nacht die liegengebliebene Arbeit der Menschen erledigt.

Das Herz von Köln: Willy Millowitsch

Mit der Heinzelmännchensage startete auch die Karriere unserer nächsten Persönlichkeit, die im Alter von fünf Jahren als Heinzelmännchen das erste Mal auf der Bühne stand: Willy Millowitsch. Er zählt zu Kölns bekanntesten Volks- und Filmschauspielern. Er lebte bis zu seinem Tod 1999 in Köln-Lövenich und war als Schauspieler auch über die Grenzen von Köln bekannt und beliebt.


Die Schauspielerei lag Willy Millowitsch buchstäblich in den Genen. Bereits seine Vorfahren standen auf der Bühne, wobei der Ursprung anfangs im Puppentheater lag. Willys Vater Peter Wilhelm Millowitsch, in dessen Schatten Willy jahrelang stand, erwarb 1936 das Millowitsch-Theater an der Aachener Straße. Aus gesundheitlichen Gründen war der Vater allerdings gezwungen, die Leitung des Theaters an seinen Sohn abzugeben.

Ab 1949 wirkte Willy Millowitsch des Weiteren in Spielfilmen mit, drehte Werbespots und war im Rundfunk zu hören. Noch heute ist sein Lied „Der treue Husar“ ein bekanntes Volkslied, welches seit den 20er Jahren im Kölner Karneval gesunden wird. Mit einer Person, die ihn überzeugte, das Theater nach dem Krieg wiederzueröffnen, fühlte er sich wohl besonders verbunden. „Ich will, dat Se so bald wie möglich wieder Theater spielen können. Die Leute sollen wieder wat zu lachen haben“. Diese überzeugenden Worte kamen von keinem geringeren als Konrad Adenauer.

Konrad Adenauer: Ein Mann, der nicht aufgibt.

Konrad Adenauer wuchs zudem mit seinen drei Geschwistern in Köln auf. Nach seiner Hochzeit mit Emma Weyer, begann auch seine politische Laufbahn. Sie war der Grund dafür, dass Adenauer mit dem rheinischen Bürgertum in Kontakt kam, welches politisch gesehen tonangebend war. Es dauerte nicht lange, als er einige Jahre später Kölns jüngster Oberbürgermeister wurde.

Die Nazis entmachteten ihn allerdings seines Postens und verbannten ihn aus Köln. Erst die amerikanischen Sieger beriefen ihn wieder zu Kölns Oberbürgermeister, als er 69 Jahre alt war. Konrad Adenauer stellte sich der großen Aufgabe, das zerstörte Köln wieder zum Leben zu erwecken. Allerdings verlor er seinen Posten, nachdem er die Besatzungspolitik kritisiert hatte. Ab diesem Zeitpunkt konzentrierte er sich ausschließlich auf die Arbeit in der CDU und wurde zum Parteivorsitzenden.

Der Höhepunkt seiner Karriere war zudem die Wahl zum Bundeskanzler am 15. September 1949, als er 73 Jahre alt war. Ihm verdanken wir bis heute die Messe in Köln sowie den Grüngürtel, die Universität zu Köln, die Kölner Werkschulen und vieles mehr. Auch wenn es wie eine Bilderbuch-Karriere klingt, hatte Konrad Adenauer einige Hürden zu überwinden und das vor allem im Privaten.

Er litt in seiner Kindheit an einer Knochenkrankheit und Tuberkulose. Zudem verlor er seine geliebte Frau nach langer Krankheit und erlitt schwere Gesichtsverletzungen infolge eines Autounfalls. Konrad Adenauer bleibt mit seinen 14 Jahren Amtszeit ebenfalls eine prägende Persönlichkeit in den Gründerjahren der BRD. Der Wiederaufbau Westdeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg wird sofort mit dem Namen Adenauer in Verbindung gebracht.

Das Herz von Köln: Willy Millowitsch
Konrad Adenauer: Ein Mann, der nicht aufgibt

Das historische Rathaus in Glanz und Glamour

Bei unserer nächsten Sehenswürdigkeit spielt auch Konrad Adenauer eine wichtige Rolle. Nicht, nur weil er Oberbürgermeister Kölns war, sondern weil er für das Rathaus-Glockenspiel die größte Glocke gestiftet hat. Das Gebäude zählt heute zu den ältesten Rathäusern Deutschlands. Es steht mitten im Herzen der Innenstadt und greift mit seiner Westfassade typische Elemente der Renaissance auf. Es lässt sich erahnen, wie glücklich die Kölner darüber waren, dass die Laube vom Zweiten Weltkrieg verschont blieb.

Als Laube wurden damals prächtige Bauten bezeichnet. Einzig der Turm wurde beschädigt und brannte fast vollständig aus. Seine Wiederherstellung dauerte bis 1980 und ist mit seinen 124 Figuren heute ein richtiger Hingucker. Das Herzstück jedoch liegt im Inneren des Gebäudes: der Hansasaal, welcher besonders reich ausgeschmückt ist. Er war die Tagungsstätte der Hanse, eine Vereinigung niederdeutscher Kaufleute vom 12. bis zum 17. Jahrhundert.

Wallraf-Richartz-Museum: Mehr als nur Pinselstriche

In unmittelbarer Entfernung zum historischen Rathaus liegt zudem das älteste Museum Kölns. Das Wallraf-Richartz-Museum ist zusammen mit der Fondation Corboud eine der größten und bedeutendsten Gemäldegalerien Deutschlands. Den Grundstein legte Ferdinand Franz Wallraff, welcher seine komplette Sammlung der Stadt Köln vererbte. Allerdings war es den Kölnern erst durch den Kaufmann Johann Heinrich Richartz möglich, das Museum zu erbauen. Er finanzierte den Bau mit, indem er 100.000 Taler stiftete.

Die Fondation Corboud ist ebenfalls eine hochkarätige Sammlung von über 170 Gemälden, die der Schweizer Gérard J. Corboud und seine Frau Marisol als ewige Leihgabe dem Museum gaben. Das Wallraf-Richartz-Museum besitzt Gemälde aus den Epochen der Romantik, des Barocks, des Realismus und Impressionismus. Der Fokus liegt vor allem auf mittelalterlicher Kunst. In diesem Bereich besitzt das Museum die weltweit größte Sammlung.

Liebessschlösser an der Hohenzollernbrücke

Es ist Kunst auf eine andere Art und Weise. Die Hohenzollernbrücke ist zudem die bekannteste aller sieben Rheinbrücken und ist aufgrund der Liebesschlösser zu einem Wahrzeichen Kölns geworden.

Sie wurde ursprünglich als Ersatz für die überlastete Dombrücke gebaut und ist heute eine reine Eisenbahn- und Fußgängerbrücke.

Die Liebesschlösser sind dabei zudem die Hauptattraktion. Mittlerweile zählt die Brücke über 500.000 von ihnen. Selbst internationale Stars wie P!nk hingen hier ihr Schloss auf. Die Zeremonie ist zu einem Brauch als Zeichen ewiger Liebe geworden. Pärchen hängen ihr Vorhängeschloss mitsamt der Initialen oder Namen an die Brücke und werfen den Schlüssel im Anschluss in den Rhein. Die Deutsche Bahn wollte schon öfter die Liebesschlösser entfernen. Sie befürchten, dass das Gewicht der Schlösser die Statik der Brücke gefährde. Wir sind froh, dass uns die Schlösser erhalten blieben und damit die wohl romantischste Sehenswürdigkeit Kölns.