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Zollstock – Veedel mit Wappen und Hymne

Geschrieben von Goost Immobilien an 11. November 2016
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Zollstock – Veedel mit Wappen und Hymne

Bauhaus trifft Bläck Fööss

Familienfreundlich, lebendig und charmant – das alles ist Zollstock! Der Stadtteil im Kölner Süden ist eine liebenswerte Alternative zu den In-Vierteln der Kölner Südstadt. Herzstück ist der quirlige Höninger Weg, der eine bunte Vielfalt an Geschäften für den täglichen Bedarf und Veedelskneipen mit Flair und Geschichte bereithält. Darüber hinaus verfügt das Veedel über ein eigenes Wappen sowie eine eigene Hymne!

Zollstock historisch

Der Name Zollstock geht auf ein kleines Zollhaus zurück, das im Mittelalter einen Knotenpunkt zwischen Feldwegen und dem um Köln führenden Bischofsweg markierte. Es findet sich in einem Wappen wieder, das im unteren Teil eine Straße mit Zollhäuschen und Schranke sowie im oberen Teil die drei Kronen des Kölner Stadtwappens zeigt. Das erste Mal historisch erwähnt wurde Zollstock im Jahr 1877. Zu dieser Zeit diente das Gebiet ausschließlich als Weideland und Anbaugebiet für Kohl und Gemüse. Die ersten Wohnhäuser entstanden erst um die Jahrhundertwende. Einen Wachstumsschub verzeichnete das Veedel schließlich in den 1920er Jahren, als im Rahmen genossenschaftlicher Wohnungsbauprogramme ganze Siedlungen für Arbeiterfamilien errichtet wurden. Diese Häuser im Bauhaus-Stil prägen bis heute das Stadtbild Zollstocks.

Lage

Zollstock hat insgesamt sieben benachbarte Stadtteile zu bieten. Diese sind die Neustadt-Süd im Norden, Höningen und Rondorf im Süden, Raderberg und Raderthal im Osten und Sülz im Westen. Sie sind ebenso wie die Innenstadt mit der Stadtbahnlinie 12 und diversen Buslinien gut zu erreichen. Für die Zukunft ist überdies der Bau einer S-Bahn-Trasse mit Haltepunkten im Veedel geplant. Demgegenüber sind Autofahrer mit der Anschlussstelle der A 4 (Köln-Eifeltor) am südlichen Ende heute schon sehr gut bedient. Ebenso unkompliziert ist der Verteilerkreis in Köln-Marienburg zu erreichen, der den Endpunkt der A 555 bildet. Außerdem bietet die B 51, die durch das benachbarte Raderthal führt, eine gute Anbindung nach Brühl sowie Anschluss an die A 553.

Architektur pur

Das architektonische Stadtbild von Zollstock prägen bis heute die Genossenschaftssiedlungen, die in den 1920er und 1950er Jahren erbaut wurden. Sie wurden unter anderem von dem bekannten Kölner Architekten Wilhelm Riphahn geplant, der wesentliche Impulse in der Stadtentwicklung Kölns setzte. Er ist beispielsweise für Schauspielhaus und das Opernhaus am Offenbachplatz verantwortlich. Der hohe Anteil an ehemaligen Arbeiterwohnungen in Zollstock beschert dem Veedel indes nicht nur ein architektonisches Markenzeichen, sondern auch einen sehr eigenwilligen Rekord. Laut einer landesweiten Vergleichsstudie des Immobilienunternehmens LEG, sind in keiner anderen Stadt und in keinem Landkreis Nordrhein-Westfalens die Wohnungen so klein wie in Zollstock. Die durchschnittliche Wohnungsfläche beträgt gemäß der Untersuchung 52 Quadratmeter.  Landesweit liegt der Durchschnittswert von Wohnungen laut einer Erhebung aus dem Jahr 2011 bei knapp 90 Quadratmetern.

Tiere und andere Wesen

Vielen tierfreundlichen Kölnern ist Zollstock durch das dort beheimatete Konrad-Adenauer-Tierheim ein Begriff. Obendrein ist das Veedel aufgrund seiner ausgeprägten Grünflächen aber auch ein guter Anlaufpunkt für Hundebesitzer. Der Vorgebirspark im Osten und das Teilstück des Grüngürtels im Süden sorgen für jede Menge Grün, Sauerstoff und Auslaufmöglichkeiten für alle zweibeinigen und vierbeinigen Veedels-Bewohner. Weder Luft noch Natur wiederum benötigen die sogenannten „Flossis“. Die über vier Meter großen und knallbunten Kletterwesen mit flossenartigen Händen zieren die Hauswand der Unicef-Zentrale im Höninger Weg. Sie stammen aus der Hand der Künstlerin Rosalie und wurden vom Verband der deutschen Kunststoffindustrie gestiftet.

Fazit

Dass die Zollstocker ihr Veedel lieben, beweist nicht zuletzt die Hymne, die die Kölner Mundart-Musikgruppe Bläck Fööss eigens für das Veedel geschrieben hat. Hier heißt es: „Zollstock, Zollstock, Zollstock, Zollstock, die Melodie en mir klingk. Dä kann sich jlöcklich schätze, dä Dich om Stadtplan fingk.“ Also mit anderen Worten: Wie schön, dass es Zollstock gibt! Für Familien, Senioren, Paare und Singles – mit und ohne Hund – ist das aufstrebende Veedel im Süden Köln aufgrund seiner Lage und dem vielfältigen Angebot eine tolle Alternative und ein Wohnort mit Herz und viel Potenzial für die Zukunft.

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