Poll: Das Fischerdorf zwischen Deutz und Porz

Veedelsbericht Köln Poll

Warum die Poller ihr Veedel mögen 

Was fällt einem zuerst zu Poll ein? Die Poller Wiesen direkt am Rhein? Der TÜV? Das Gewerbegebiet? Der Stadtteil hat aber noch mehr zu bieten, und für Köln schon immer eine große Bedeutung, schon aufgrund seiner Lage.

Geschichte

Denn Jahrhunderte lang bestand in Poll die Gefahr eines Rheindurchbruchs. Die Dämme dort wurden regelmäßig durch Fluten und Hochwasser zerstört, dann wieder aufgebaut und verstärkt. Nach einer sehr großen Überschwemmung 1477 baute die Stadt, die das Gelände durch Erbpacht erwarb, die Anlagen aus. Es entstanden die sogenannten Poller Köpfe, ohne die Köln sehr wahrscheinlich seine Bedeutung als Hafenstadt am Rhein verloren hätte. Seit 1888 gehört Poll zur Stadt Köln. Bei Hochwasser sind die Poller Wiesen auch heute noch sofort überschwemmt, sonst ist man in Poll aber sehr viel sicherer als zum Beispiel in der Kölner Altstadt.

Geht man in der Geschichte noch weiter zurück und glaubt den alten Volkssagen, dann sind holländische Fischer bei der Suche nach neuen Jagdgründen in Poll gelandet. Das Gebiet erschien ihnen ertragreich. Die ersten Häuser müssten damals an der einzigen Straße zum Rhein gelegen haben: dem heutigen Bereich des Kirchplatzes und der Maifischgasse. Der Name „Poll“ kommt wahrscheinlich auch von den holländischen Fischern, die ihr Wort „Polder“ (=eingedeichtes Land) mitbrachten. Daraus entstand wohl letztendlich die Bezeichnung „Poll“.

Poller Wiesen

Als „Poller Wiesen“ wird heute das gesamte Rheinufer vom Molenkopf des Deutzer Hafens bis zur Rodenkirchener Brücke bezeichnet, obwohl es ursprünglich nur die Wiesen abwärts der Südbrücke meinte. Das Gelände wird vielseitig für Veranstaltungen, Open Air Partys und sogar Festivals genutzt. Außerdem gibt es die „Poller Strandbar“, die bei gutem Wetter geöffnet hat. Man kann aber auch im gesamten Bereich der Poller Wiesen Fußball spielen, Drachen steigen lassen, sich sonnen, grillen und wunderbar am Rhein relaxen. Da das Gebiet sehr groß und weitläufig ist, ist es selten überfüllt. Um diese rechtsrheinische Promenade beneiden die Poller viele.

Wohnen

Der Stadtteil hat fast 12.000 Einwohner – vor allem Familien, aber auch Paare und Singles fühlen sich hier wohl. Städtebaulich findet man hier 76% Häuser und 24% Wohnungen – daran sieht man schon wie sich Poll vom Fischerdorf mit kleinteiligen Siedlungen zu einem echten Kölner Veedel entwickelt hat. Inzwischen findet man neben den vielen kleinen Häuschen in den schmalen Gassen auch Mietwohnungen. Im Osten ist das große Gewerbegebiet mit dem Handelshof, VW-Lager, TÜV, und Verkehrsübungsplatz.

Infrastruktur

Die große Geschäfts- und Einkaufsstraße ist die Siegburger Straße. Auf dem neu gestalteten Marktplatz ist jeden Freitag Markt. Verkehrstechnisch liegt Poll sehr günstig an der Südbrücke der A4, die über die Rodenkirchener Autobahnbrücke verläuft. Man ist hier schnell am Flughafen, in der Stadt, aber auch draußen, da das Veedel gleich zwei Autobahnanschlüsse hat (A4 und A559). Poll hat außerdem eine Buslinie und die Straßenbahnlinie 7, die ins Zentrum führt.

Fazit

Ein netter Stadtteil direkt am Rhein mit herrlichen Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Poll ist ein interessanter, lebendiger Ort, der sich immer weiterentwickelt. Das naheliegende Gewerbegebiet darf einen allerdings natürlich nicht stören. Sie suchen eine Immobilie in Poll, wollen eine Wohnung mieten oder ein Haus kaufen? Dann melden Sie sich bei uns, wir beraten Sie gerne.