Die Mietpreisbremse

Was vielen Mietern früher Angst gemacht hat, macht jetzt so manchen Vermietern Sorgen: Die Mieterhöhung verbunden mit der Mietpreisbremse.

Zuerst hat die Politik die Kappungsgrenze bei Mieterhöhungen in Köln gesenkt. Das bedeutet, dass die Miete innerhalb von 3 Jahren nicht mehr als ein bestimmter Prozentsatz steigen darf. Bisher lag diese Grenze bei 20 Prozent. Bis zum 31.05.2019 wird sie auf 15 Prozent sinken. Dazu kommt jetzt noch die Mietpreisbremse.

Mietspiegel und ortsübliche Vergleichsmiete

Früher konnten Mieterhöhungen bei einer Neuvermietung entsprechend der Nachfrage angesetzt werden. Seit dem 1. Juli 2015 gilt für Mieter und Vermieter in Köln die Mietpreisbremse. Was heißt das genau? Vermieter dürfen bei einer Neuvermietung nur eine Miete verlangen, die höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Es darf aber immer die Miete verlangt werden, die der vorherige Mieter gezahlt hat, egal wie hoch diese war. Das heißt bisherige Mieten haben Bestandsschutz.

Die ortsübliche Vergleichsmiete wird in Köln aus einem Mietspiegel ermittelt.

Es gibt Ausnahmen

Ausnahmen gelten für Neubauten und umfassende Modernisierungen. Haben sie zum Beispiel eine Immobilie gekauft, und diese vollständig kernsaniert, darf bei der ersten Vermietung nach der Modernisierung die Miete frei bestimmt werden, und unterliegt nicht der Mietpreisbremse. Auch eine Neubauwohnung, die erstmals nach dem 01.10.2014 vermietet wird, ist von der Mietpreisbremse ausgenommen.

Mieten, die bisher über der Mietpreisbremse liegen, werden nicht nachträglich gesenkt.

Nicht nur positiv

Auch wenn es von der Politik ursprünglich so gedacht war, die Mietpreisbremse ist nicht nur zum Wohl der Mieter. Durch den massiven Eingriff in den Vermietungsmarkt werden Kapitalanleger verunsichert und investieren weniger in neue Mietwohnungen. Das betrifft besonders Wohnungen, die jetzt weniger neu vermietet, sondern an Eigennutzer verkauft werden.

Fazit: Gut gemeint – aber nicht gut gemacht

Experten befürchten, dass sich die Mietpreisbremse gegen die Mieter wenden wird, und das Gegenteil von dem bewirkt, was die Politik erreichen wollte. Durch neue Regulierungen des Marktes werden nur die Mieten in Schach gehalten, aber keine neuen Wohnungen gebaut. Das Angebot sinkt, die Nachfrage steigt. Im Jahr 2015 wurden in Köln gerade einmal 3800 Wohnungen neu gebaut.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Vermieter oft unsicher sind, was sie für ihre Mietwohnung verlangen können. Ich kümmere mich gerne um die Berechnung der maximal zulässigen Miete für ihre Wohnung. Außerdem informiere ich Sie über die Gefahren einer zu hoch angesetzten Kaltmiete.

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