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Alles klar: der Maklervertrag

Geschrieben von Goost Immobilien an 31. August 2017
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Was genau ist ein Maklervertrag? Wie kommt er zustande? Und was sollte er alles beinhalten?

Makler und Vertrag gehören einfach zusammen. Denn schließlich geht es hier um Haus und Hof. Da sollten die Rechte und Pflichten des Maklers genau abgeklärt sein.

Was ist ein Maklervertrag?

„Bei diesem Vertrag handelt es sich um einen privatrechtlichen Vertrag. Er wird zwischen einem Auftraggeber und einem Makler abgeschlossen“, erklärt Immobilienmakler Christian Goost. „Dabei kann der Auftraggeber entweder der Eigentümer sein oder der Interessent.“ Laut Gesetz ist nicht vorgeschrieben, welche Punkte in dem Maklervertrag aufgeführt sein müssen. Nur die Vergütung ist gesetzlich festgelegt. Welche Leistungen der Immobilienmakler zudem genau erbringen muss, handeln die Vertragspartner individuell aus.

Wie kommt ein Vertrag mit dem Makler zustande?

Hier muss man zwischen Verkauf und Vermietung unterscheiden. Denn beim Verkauf schreibt das Gesetz keine  Vorschriften vor. Der Maklervertrag kann also auch mündlich zustande kommen. Dann spricht man von einem Abschluss durch „Angebot und Annahme“. Besser ist jedoch immer ein schriftlicher Vertrag. Probleme können so im Vorfeld vermieden werden. Und bei einer Vermietung? Da muss der Vertrag stets in Textform abgeschlossen werden.

Welche Vertragsformen gibt es?

  1. Der einfache Auftrag
    Hier darf der Makler Interessenten suchen und die Immobilie verkaufen. Inwieweit er selbst aktiv wird, ist ihm überlassen. Der Eigentümer kann außerdem weitere Makler hinzu ziehen. Oder er  kann die Immobilie selbst verkaufen. Eine Provision für den Makler fällt dann natürlich nicht an.
  2. Einfacher Alleinauftrag
    Dabei darf kein zweiter oder dritter Makler tätig werden. Es wird nur ein Makler beauftragt. Trotzdem kann der Eigentümer auch selbst sein Haus verkaufen. Die Provision für den Immobilienmakler entfällt natürlich. Verkauft jedoch der Makler die Immobilie erfolgreich, erhält er eine Provision.
  3. Qualifizierter Alleinauftrag
    In diesem Fall entscheidet sich der Verkäufer, die Suche und den Verkauf seiner Immobilie exklusiv an einen einzigen Immobilienmakler zu übergeben. Dies wird auch im Vertrag schriftlich festgehalten. Er selbst darf die Immobilie ebenfalls nicht an den Mann bringen. Im Gegenzug verpflichtet sich der Makler, für den Besitzer aktiv zu werden. Auch kann er eine Reservierung mit einem Interessenten vereinbaren.

Was beinhaltet der Maklervertrag?

  • Benennung der Vertragsart
  • Name und Anschrift von Auftraggeber und Maklerfirma
  • Korrekte Benennung von Haus oder Wohnung
  • Angebotspreis bzw. niedrigster Verkaufspreis
  • Pflichten des Maklers. Darunter zählen z.B. die Beratung und Ermittlung des Wertes. Zudem die Erstellung eines Exposés und die Bewerbung online und/oder offline.
  • Weiterhin die Koordination der Besichtigungen und die Verhandlungen.  Am Ende arbeitet der Makler den Kaufvertrag aus.
  • Regelmäßige Infos über den Fortschritt
  • Vertragslaufzeit – meist 3 bis 6 Monate
  • Maklergebühren. Diese fallen nur nach Abschluss eines notariellen Kaufvertrages an
  • Maklerprovision festlegen
  • Vollmacht des Maklers Auskünfte bei Ämtern einzuholen zu dürfen

Ein Muster für einen qualifizierten Alleinauftrag finden Sie hier:
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