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Immobilienpreise vs. Einkommen in Deutschland

Geschrieben von Goost Immobilien an 22. Juni 2017
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Immobilienpreise vs. Einkommen in Deutschland

Wer zahlt was und wo? Eine neue Studie verschafft Klarheit und vergleicht die Kaufpreise für Immobilien mit dem regionalen Einkommen.

Alle reden von Immobilien. Und das ist mehr als verständlich, denn die Zinsen für Immobilien sind weiterhin niedrig. Die Nachfrage steigt, aber damit auch die Immobilienpreise in Deutschland. Angesichts dieser Entwicklung müssten die Löhne da doch mitziehen. Weit gefehlt. Laut der neuen Postbank Studie Wohnatlas 2017 haben die Wohnungspreise in den deutschen Metropolen seit 2012 viel stärker zugelegt als die Einkommen.

Neue Postbank Studie Wohnatlas 2017 

402 Landkreise und kreisfreie Städte wurden im Rahmen der Studie unter die Lupe genommen. Anhand des Ergebnisses können Anleger jetzt genau nachvollziehen, in welchem Verhältnis der regionale Immobilienpreis zum örtlichen Nettoeinkommen für die jeweilige Region steht. Lohnt es sich, in Deutschlands teuerster Stadt München zu investieren? Oder doch lieber der Landkreis Osterode im Harz?

Investieren ja, profitieren vielleicht

Während man in München für eine 100-Quadratmeter-Wohnung stolze 21 Pro-Kopf-Jahreseinkommen auf den Tisch legen muss, sind es in Osterode gerade einmal 2,8. Jedoch wird der Immobilienpreis im Harz in den nächsten Jahren voraussichtlich gleich bleiben, wohingegen Objekte in Großstädten im Wert steigen werden. „Wohneigentum bleibt in der anhaltenden Niedrigzinsphase in vielen Großstädten und ihrem Umland ein lohnenswertes Investment mit guten Chancen auf Wertsteigerung“, so Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank.

Immobilienpreise hängen Einkommen ab

In Hamburg und Berlin werden für eine 100-Quadratmeter-Wohnung mehr als 15 Jahreseinkommen verlangt. Die Schere zwischen Einkommensentwicklung und Immobilienpreisen ist besonders in Stuttgart enorm. Während die verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen dort in den letzten vier Jahren inflationsbereinigt um 2,5 Prozent gestiegen sind, schnellten die Kaufpreise um rund 53 % in die Höhe. Ähnlich verhält es sich in Hannover. Hier stiegen die Immobilienpreise um knapp 44 %, die Löhne erhöhten sich jedoch im Schnitt nur auf 12%. Ebenfalls 12% mehr verdient der Kölner, doch der Kaufpreisanstieg liegt hier bei rund 40 %.

Der Sylt-Effekt im hohen Norden

Wer in Nordfriesland Immobilien erwerben möchte, sollte sich von den Zahlen nicht völlig abschrecken lassen. Denn hier treiben exklusive Ferienwohnungen auf Sylt den Schnitt der Studie nach oben. So müssen im Landkreis Nordfriesland für eine 100-Quadratmeter- Wohnfläche 23 regionale Pro-Kopf-Jahreseinkommen gerechnet werden. Auch in Freiburg im Breisgau (18,1), im Landkreis Miesbach (17,6), in Hamburg (15,9) und Berlin (15,8) sind die Preise in Relation zu den Einkommen sehr hoch.

Erschwingliche Immobilien im Osten

In Dresden und Leipzig hingegen ist es anders herum: Dort sind Immobilien zu moderaten Preisen erhältlich, während das Einkommen im Verhältnis dazu relativ hoch ist. Echte Immobilienschnäppchen kann man nicht nur im Harz finden, sondern auch im Vogtlandkreis. Für eine 100-Quadratmeter-Wohnung muss man 3,1 Pro-Kopf-Jahreseinkommen zahlen. Im Fichtelgebirge 3,3 und in den Städten Zwickau und Goslar 3,6.