Plötzlich Verkäufer: Eine Immobilien verkaufen und übergeben

Plötzlich Verkäufer: Eine Immobilien verkaufen und übergeben

Ortswechsel, Zuwachs in der Familie oder einfach eine persönliche Veränderung. Die Gründe, warum man eine Immobilie verkaufen möchte sind vielfältig. Neben der Aufgabe, seine eigenen sieben Sachen in Kartons zu verpacken und an den neuen Wohnort zu transportieren steht auch noch die Übergabe der alten Immobilie an den neuen Käufer an. Und dabei gibt es einiges zu beachten – sowohl vor als auch während der Übergabe!

Das gibt es VOR der Übergabe zu beachten

Bei der Übergabe einer Immobilie gibt es zwei Schritte. Zuerst kommt die lange Phase der Verhandlung bis hin zur Einigung. Wie man diese Schritt für Schritt meistert, lesen Sie hier. Anschließend folgt die Übergabe des Eigentums.

Am Anfang steht der Kaufvertrag

Noch lange bevor man überhaupt an die Übergabe denken kann, müssen Käufer und Verkäufer den Vertrag für den Kauf anfertigen lassen. Je detaillierter dieser ausfällt, umso weniger Raum bleibt für Unklarheiten. Im Kaufvertrag wird niedergeschrieben: Höhe des Kaufpreises, Fälligkeit der Summe sowie Absprachen bzgl. des Zustandes des Hauses und mögliche Mängel.

Der Tag X: Die Übergabe des Eigentums

Und plötzlich ist es soweit. Die Absprachen sind getroffen. Die Formalitäten sind geklärt. Der Vertrag ist fertig. Die Immobilie ist verkauft. Und schon steht der Tag der Übergabe – und somit auch der neue Eigentümer – vor der Tür!

Die goldene Regel: Geld vor Schlüssel!

Jetzt gilt: Die Übergabe der Schlüssel erfolgt nur nach der Zahlung des vollen Kaufpreises! Diese Regel sollte vor allem der Verkäufer aus Gründen der Sicherheit immer beachten. Ist das der Fall, werden alle Schlüssel an den neuen Inhaber übergeben. Darunter fallen nicht nur die Schlüssel für die Haustüre, sondern auch die für Briefkasten, Garage oder Keller.

Ein genauer Blick lohnt sich

Nachdem alle Schlüssel ausgehändigt wurden, sollten der alte und der neue Eigentümer gemeinsam ein Protokoll für die Übergabe anfertigen. Darin sollte unter anderem folgendes festgehalten werden:

  • Kontaktdaten von Käufer und Verkäufer
  • Übergebene Gebrauchsanweisungen (z.B. Heizungsanlage oder Küchengeräte)
  • allgemeiner Zustand des Hauses bei Übergabe (z.B. Verunreinigungen)
  • Zählerstände von Gas, Wasser, Heizung und ggf. Öl
  • Mängel, die im Kaufvertrag nicht festgehalten wurden

Letzteres ist besonders wichtig. Denn beim privaten Verkauf von Immobilien gilt: Gekauft wie gesehen! Und das nicht nur für den Käufer. Auch wer Immobilien verkaufen möchte, sichert sich durch ein ausführliches Protokoll ab. So schließt man bspw. aus, dass der neue Inhaber nachträglich Mängel geltend machen kann. Denn für Mängel, die weder im Vertrag noch im Protokoll stehen, haftet der Verkäufer nicht. Außer: Diese wurden arglistig verschwiegen!

Das Protokoll der Übergabe erfüllt aber auch noch eine Funktion. Oft enthält der Kaufvertrag Mängel , die vom Verkäufer der Immobilie noch zu beheben sind. Wurden diese behoben, so dient das Protokoll zudem als Formular zur Abnahme der Reparatur. Wird dieses von beiden Parteien unterschrieben, so gelten diese als behoben.

Ein Makler hilft nicht nur beim Immobilien verkaufen

Oftmals lohnt es sich übrigens, bei der Übergab einen guten Immobilienmakler dabei zu haben. Er hat Erfahrung auf diesem Gebiet und kann auf wichtige Punkte hinweisen. Darüber hinaus kann er – wenn nötig –  als neutraler Zeuge dienen.

Ähnliche Beiträge

Qualitätsmerkmal Qualifikation

Qualitätsmerkmal Qualifiktion Der Schreiner hat seinen Meisterbrief. Der Ingenieur sein Diplom. Der Arzt sein Examen. Diese offizielle [...]

20.09.2018

Mal mehr, mal weniger: Köln im Wandel

Köln im Wandel 2010 hat Köln die magische Grenze überschritten: Die Domstadt befindet sich im Wandel und ist nach langer Zeit endlich wie [...]

13.09.2018

Qual der Wahl: Eigennutzung oder Kapitalanlage?

Eigennutzung oder Kapitalanlage? Besitzer von Immobilien können sich im Moment glücklich schätzen. Der Markt für Häuser und W [...]

30.08.2018