Haustierhaltung in der Mietwohnung

Haustierhaltung in der Mietwohnung

Ein Zuhaus für Hund, Katz und Maus

Deutschland ist ein Land der Tierfreunde. Im internationalen Vergleich ist das Land der Dichter und Denker in puncto Haustierhaltung weit vorne mit dabei. Dennoch sorgt das Thema „Tiere in der Mietwohnung“ immer wieder für Streit zwischen Mieter und Vermieter. Das mag vor allem daran liegen, dass im deutschen Mietrecht keine eindeutigen Regelungen verzeichnet sind. Jeder Fall muss individuell durchdacht werden!

Kleine Tiere, große Tiere

Zunächst wird bei der Haltung von Haustieren zwischen sogenannten Kleintieren und anderen Tieren unterschieden. Als Kleintiere gelten alle tierischen Mitbewohner, die überwiegend in Aquarium, Käfig oder Terrarium gehalten werden, wie Fische, Vögel oder Kaninchen. Aber auch kleine ungiftige Schlangen fallen unter diesen Begriff. Bei den Kleintieren wird davon ausgegangen, dass sie Nachbarn nicht belästigen und auch keine Beschädigung des Mietobjekts herbeiführen. „Andere Haustiere“ im Sinne der mietrechtlichen Tierhaltung sind Hunde und Katzen, aber auch größere Vögel, die durchaus einen gewissen Lärmpegel erreichen können. Strittig sind Tiere wie Ratten, die von vielen Menschen als bedrohlich empfunden werden.

Generelles Verbot der Haustierhaltung ist ungültig

Generell verbieten dürfen Vermieter Hunde und Katzen in der Mietwohnung nicht. Trotzdem sollte die Erlaubnis des Vermieters eingeholt werden. Der Vermieter entscheidet von Fall zu Fall, muss aber ein Verbot stimmig begründen können. Leiden Mitmieter unter einer Allergie? Entsteht eine Gefahr durch das Tier, etwa weil kleine Kinder mit im Haus wohnen? Ist die Wohnung von Größe oder Ausstattung her ungeeignet?

Wer gefährliche Tiere wie Vogelspinnen, Kampfhund oder Würgeschlange in der Mietwohnung halten will, muss den Vermieter in jedem Fall um Erlaubnis bitten. Außerdem benötigen Halter von diesen Haustieren zusätzlich eine Halteerlaubnis nach Vorschrift des Landesstraf- und Verordnungsgesetzes.

So klappt’s auch mit dem Vermieter

Mit ein paar einfachen Tricks, lässt sich die Erlaubnis ein Tier zu halten, begünstigen. Eine gute Idee ist beispielsweise eine Tierhaftpflichtversicherung, die bei Schäden durch das Tier wirksam wird. Des Weiteren ist es immer von Vorteil, mit Nachbarn, die eventuell sogar selber ein Tier haben, ins Gespräch zu kommen und sich von ihnen Tipps zur Haustierhaltung zu holen. Auch eine einvernehmliche Zustimmung der Nachbarn bezüglich eines Haustiers wird sich positiv auf den Vermieter auswirken. Nicht zuletzt kann auch eine schriftliche Bestätigung des Vorvermieters sinnvoll sein, die die Verträglichkeit des betreffenden Tieres bestätigt.

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