Auf die Plätze, sicher vermieten, los!

Auf die Plätze, sicher vermieten, los!

Die Immobilie ist gekauft und dann heißt es: schnell und sicher vermieten. Hilfe, denken da bestimmt einige. Was kommt auf mich zu? Woran muss ich denken? Wir haben ein paar wichtige Punkte zusammengefasst.
Wer eine Immobilie vermieten kann, darf sich glücklich schätzen. Zumindest, wenn das Haus oder die Wohnung langfristig von geschätzten Mietern bewohnt wird. Damit beide Parteien auf ihre Kosten kommen, haben Vermieter sowohl Rechte als auch Pflichten.

Die Grundlage: ein wasserdichter Mietvertrag.

Hier werden die Rahmenbedingungen gesteckt und die wichtigsten Punkte schriftlich festgehalten. Mündliche Absprachen können einen Mietvertrag nicht ersetzen. Beispielsweise, wenn es um Tierhaltung, Mieterhöhung oder die Vertragsdauer geht. Zuvor sollte der Mietbewerber Nachweise zum Gehalt vorlegen. Auch eine Bonitätsauskunft ist wichtig. So kann der Vermieter sich absichern, auch wenn ein Restrisiko bleibt.

Mietkaution oder Bankbürgschaft?

Schäden können den Wert einer Immobilie mindern. Deshalb versucht jeder Vermieter, sich bestmöglich abzusichern. Sei es durch die Zahlung einer Mietkaution oder die Hinterlegung einer Bürgschaft. Auch wenn die Miete nicht gezahlt wird, hat der Vermieter dann etwas in der Hand. Eine Mietkaution beträgt max. drei monatliche Kaltmieten (netto). Dies wird auch im Vertrag so festgehalten. Dazu eröffnet der Mieter ein separates Konto bei einer Bank.
Eine Alternative ist die Bankbürgschaft. Hierbei verpflichtet sich z.B. die Bank für den Mieter in Zahlung zu treten. Eine Urkunde belegt die Bürgschaft. Der Vermieter sollte darauf achten, dass alle Ansprüche zum Ersatz von Schäden erfasst sind. Und: dass die Bank ab der ersten Anforderung zahlt. Möglich ist auch, dass eine Versicherung für den Mieter bürgt. So zum Beispiel mit Hilfe des Services auf www.kautionsfrei.de

Vermieten, versteuern: ja oder nein?

Vermieten ist gut, aber ist eine Versteuerung immer Pflicht? Nein, wenn die Gesamteinnahmen inkl. sonstiger Einkünfte unter dem steuerlichen Freibetrag liegen. Wer darüber liegt und die Einnahmen versteuern muss, zieht die Nettokaltmiete zur Berechnung heran. Die vom Mieter gezahlten Nebenkosten verwendet der Vermieter zur Begleichung der Betriebskosten. Zudem werden von den Mieteinnahmen die Aufwendungen für die Finanzierung und den Unterhalt der Immobilie abgezogen.

Die Pflichten als Vermieter:

Pünktlich zum vereinbarten Termin werden dem Mieter die Schlüssel ausgehändigt. Ab dann hat der Mieter das Hausrecht. Der Zustand der Immobilie muss dem im Vertrag vereinbarten Zustand entsprechen. Schäden müssen zuvor beseitigt sein. Kleinere Modernisierungen gehören nicht dazu. Vom 1.10. bis 30.4. eines Jahres muss die Heizung die Wohnung auf 20 Grad heizen können. Auch dies ist vom Vermieter sicher zu stellen.

Hier findet man noch einmal einen sehr guten Überblick über sämtliche Rechte und Pflichten:
www.immobilienscout24.de

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